Cool Down – Spaziergang für mehr Mitsprache im öffentlichen Raum

Cool Down – Spaziergang für mehr Mitsprache im öffentlichen Raum

Cool Down – Spaziergang für mehr Mitsprache im öffentlichen Raum

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Startpunkt: Platz vor dem Kunsthaus, Lendkai 1
Route: Grieskai -> Radetzkystraße -> Griesplatz -> Griesgasse
Freitag, 11.Mai 2018, 15:30


Gerne mitbringen / bzw kommen mit: Rad, Lastenrad am besten in begrünter Form, begrünte Einkaufswegen und sonstigen begrünten mobilen Konstruktionen

Wie spazieren wegen:
Feinstaub, Verkehrschaos, Verbauung wertvoller grüner Flächen. Menschen werden an den Straßenrand gedrängt, die autogerechte Stadt hält wieder Einzug.

Im Sommer wird sich wieder die Innenstadt erheizen. Es entstehen Hitzeinseln. Bäume wurden und werden gefällt und Begrünung, die dem Mikroklima gut täten, werden nur halbherzig oder gar nicht getätigt.
In den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden wir den Klimawandel spüren. Und auch die Rohstoffe wie Erdöl, die unsere Stadt heute am Leben erhalten, werden zunehmend zum Problem. Die Antworten der mehrheitlich städtischen Politik blenden diese Probleme aus. Graz droht in die Vergangenheit abzudriften und die Zukunft zu vergessen.

Die Mitgestaltungsmöglichkeiten in Graz sind rar und bürokratisiert. Menschen, die sich engagieren, werden gegängelt und strukturell ihrer Mittel beraubt. Begegnung auf Augenhöhe sieht anders aus.
Verkehrsprobleme, die Gestaltung des Grünraums und die Nutzung des öffentlichen Raums können nur gemeinsam betrachtet werden.

Ein Auszug aus dem Urban Gardening Manifest gilt demnach für alle genannten Bereiche. Wir fordern, dass diese Räume wahrgenonmen werden als:

-> Gemeingüter, die der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums entgegenwirken.
-> Orte der kulturellen, sozialen und generationenübergreifenden Vielfalt und des nachbarschaftlichen Miteinanders.
-> Freiräume, die gemeinsam gestaltet, erhalten und gepflegt werden und damit Orte, die Teilhabe ermöglichen. In ihnen gedeiht eine kooperative Stadtgesellschaft.
-> Experimentierräume: Dort erfinden und gestalten wir, verwenden wieder, reparieren und nutzen um.
-> Ökologische Alternativen für versiegelte Flächen, Brachen und Abstandsgrün.
-> Orte der Umweltbildung, des gemeinsamen Lernens, des Tauschens und Teilens.
-> Orte der Ruhe und der geschenkten Zeit.
-> Ein Beitrag für ein besseres Klima in der Stadt, für mehr Lebensqualität und für Umweltgerechtigkeit.
-> Eine gelebte Alternative zu Vereinsamung sowie zu Gewalt und Anonymität.

Aus diesem Grund laden wir zu einem Spaziergang, um zu entschleunigen, um ein Zeichen zu setzen, dass in der Stadt falsche Prioritäten gesetzt werden.

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